Deutschland wartet auf Godot

Blog Nr. 5 vom 22.2.2021

Die Corona Pandemie begann in Deutschland Anfang Februar 2020. Zuerst wurde sie bagatellisiert, dann wurde sie von der Politik bzw. vom Gesundheitsminister in den Vordergrund gestellt. Erst im März 2020 oder 7 Wochen nach Ausbruch hat sich die alternativlose Königin von Deutschland bequemt, öffentlich aufzutreten und sich zu Corona zu äußern. Schon damals wurde der Ruf nach Masken lauter, was allerdings von einem großen Teil der Virologen und Wissenschaftler als nicht relevant dargestellt worden ist.  Dazu muss man wissen, dass Deutschland keine nennenswerte eigene Produktion dafür hatte und zu 90% von China abhängig war – dank der konsequent verfolgten neoliberalen Wirtschafts- und Globalisierungspolitik der Angela Merkel.

Ab Ende März 2020 wurde dann ein Shutdown verfügt, der durch die angekündigten Transferleistungen versüßt werden sollte.  Zu Beginn des Shutdowns war die Bevölkerung der Propagandamaschinerie der Politikeliten noch absolut hörig und hat sich an die verkündeten Maßnahmen gehalten und auf die tagtäglichen Informationen seitens des RKI gewartet. Und so wurde man dressiert wie die Hunde von Pawlow. Nach dem Motto „Herr gib uns unsere tägliche Zahl der Infizierten“. Es wurde eine künstliche Zahl von 50 Infizierten je 100.000 Einwohner pro Woche festgelegt, ohne jemals den wissenschaftlichen Beweis für die Relevanz dieser Zahl geführt zu haben.

Hinzu kam, dass das Parlament als Kern der Demokratie ausgeschaltet worden ist und dass letztendlich eine Königin ihre Ritter der Tafelrunde um sich geschart hat, die die Macht an sich gezogen haben. Denn sie entschieden und ließen sich dananch die Entscheidungen in den Parlamenten absegnen. Im normalen Betrieb einer Demokratie müsste dies genau umgekehrt laufen. Und so wurde Tag für Tag und Woche für Woche durch Erzeugung von Angst, Verbreitung von Warnungen, Diskussionen mit diversen Virologen und die Berieselung durch öffentliche und private Medien quasi eine Erziehung der Bevölkerung angestrebt. Bereits im Mai jedoch erhob sich langsam und zaghaft ein Widerspruch gegenüber dieser sogenannten alternativlosen Politik, die immer weiter propagiert wurde. Wohl wissend, dass es grundsätzlich immer eine Alternative gibt – sei es, dass sie besser oder schlechter oder dass sie anders ist, sei es, dass sie einfacher oder schwieriger durchzusetzen ist.

Mit Beginn des Sommers und den Ergebnissen des 1. Shutdowns hat sich Angela Merkel bequemt, die Einschränkungen zu lockern. Und dann hatten wir zumindest ein Quartal, wo man ein relativ normales Leben führen durfte. Die Schulen waren mit einer alternativen Klassenführung geöffnet, man konnte teilweise verreisen, man konnte in Gaststätten und in Hotels gehen. Unabhängig davon wurde die tägliche Berieselung mit den neuesten Pandemie Zahlen weitergeführt, was letztendlich sehr viele Menschen mürbe gemacht hat.

Mit Beginn des 4. Quartals 2020 wurden die Zahlen wieder schlechter und so wurde schon Mitte Oktober über einen leichten „Wellenbrecher“ Shutdown geredet und dann auch entschieden, um angeblich sofort den Trend brechen zu können und um keinen harten Shutdown machen zu müssen. Es wurde jedoch verschwiegen, dass auf Druck von Angela Merkel die Bestellung von Impfstoffen durch die EU vorgenommen werden musste und dass Jens Spahn bereits im Mai zurückgepfiffen worden ist, der die Impfstoffe zusammen mit Frankreich, den Niederlanden und Italien besorgen wollte. Und es kam wie es kommen musste. Die EU, die niemals für die Bewältigung von Krisensituationen geschaffen worden ist und deren Hauptziel es war, einen niedrigen Preis zu erzielen, hat erst Mitte November die Bestellungen durchgeführt. Diese unnötige Verzögerung hatte zur Konsequenz, dass die Lieferungen von Impfstoffen in viel zu geringer Zahl und viel zu spät stattfanden und dadurch mehr Tote und ein höherer wirtschaftlicher Schaden in den europäischen Gesellschaften in Kauf genommen werden mussten.

Und mit beginnender Hoffnung auf Impfstoffe wurde der tagtägliche Ruf nach dem heiligen Gral der Impfstoffe immer lauter und es wurde der Eindruck erweckt, dass man direkt nach der Zulassung die gesamte Bevölkerung sehr schnell impfen würde. Diese Kommunikationsstrategie wurde tagtäglich weiterverfolgt, wohl wissend, dass dies nie der Fall sein wird. Und es wurden in mehreren Krisensitzungen des sogenannten Corona Kabinetts weitere Verschärfungen des Showdowns angeordnet – ohne Rücksichtnahme auf kollaterale Schäden, sei es für die Kinder, für die Bildung, für die Kultur, sei es für die Wirtschaft, den Handel, die Gastronomie, die Hotellerie oder den Tourismus.

Und so wurden die Hoffnungen tagtäglich auf die Impfungen gelenkt, verbunden mit allen möglichen Diskussionen mit allen möglichen Sachverständigen oder sogenannten Sachverständigen in den täglichen Presseberichten des RKI und Sondersendungen im Fernsehen und in endlosen Talkrunden.  Diese Berieselung mit Informationen hat die Menschen erschöpft, sodass manche in der totalen Isolation ihr Heil gesucht haben. Großzügigerweise wurde über Weihnachten der Besuch von Familienangehörigen gestattet, was aber nur unzureichend befolgt worden ist. Und der 21. Dezember war der Tag der Zulassung für den Biontech Impfstoff durch die EMA, am 22. Dezember wurde die Zulassung seitens der EU erteilt und wenige Tage später erfolgte die Zulassung für das Produkt Moderna. Und so wurden tagtäglich die Hoffnungen geschürt, dass der gesamte Spuk bald vorbei wäre.

Anfang Januar wurde abermals der Shutdown verschärft und verlängert – mit der Begründung, dass die Kapazitäten für die Lieferung der Impfstoffe begrenzt wären und dass die Produktionsprozesse sehr lange dauern würden. Dabei hatten die Länder alles darangesetzt, dass die Impfzentren in Deutschland bis Mitte Dezember fertiggestellt wurden, was für die Landkreise und Kommunen einen gigantischen Kraftakt dargestellt hatte.

Und dann wurde anschließend das Produkt der Firma AstraZeneca zugelassen und gleichzeitig hatte das Unternehmen schon mitgeteilt, dass es weniger Impfdosen liefern könnte, als zuvor von der Politik angekündigt. Dies wiederum löste eine peinliche Auseinandersetzung zwischen der EU-Verwaltung, namentlich der Direktorin für das Gesundheitswesen und der Präsidentin der EU-Kommission Ursula von der Leyen (Busen Freundin von Angela Merkel) mit dem Unternehmen wegen der Schuldfrage aus. Und dann wurde eine zweite Vereinbarung geschlossen, aber nach der Vorgabe des Unternehmens. Dabei wurde festgestellt, dass sowohl England, Südafrika, die USA und selbst Sri Lanka den realen Preis bezahlt haben und nicht den Bruchteil davon, denn die EU hatte den Preis auf knappe 2,40 € heruntergedrückt. Und damit nicht genug: Dieses Produkt wurde aufgrund der für die Zulassung vorgelegten Unterlagen in Deutschland lediglich für die Bevölkerungsgruppe zwischen 18 und 64 Jahren zugelassen, und dann kam es auch noch zu kritischen Berichten über Nebenwirkungen des Produktes. Und schon wieder wurde die Manipulations-Maschinerie angelassen, um die Menschen davon zu überzeugen, dass die Nebenwirkungen normal und ungefährlich wären. Die von Gesundheitsminister festgelegte Impfreihenfolge musste verändert werden, damit die wenigen gelieferten Impfdosen auch genutzt werden. Ergebnis: der Ruf dieses Produkts und das Vertrauen in die Politk sind bis heute beschädigt.

Und schon wieder wurde Anfang Februar festgelegt, dass der harte Shutdown verlängert wird mit der kleinen Ausnahme, dass Friseure öffnen dürfen und dass die Öffnung der Schulen dem jeweiligen Bundesland überlassen bleibt. Und schon wieder wurde Angst erzeugt, dieses Mal mit den Mutationen und deren möglichen Konsequenzen (die bei jedem Virus normal sind).

Und wieder wurden die Grundrechte außer Kraft gesetzt, als ob sie nur für schönes Wetter gelten würden.  Und schon wieder wurden alle Hoffnungen auf das Impfen gerichtet. Dabei wurde die Förderung der Forschung für Medikamente gegen Corona ignoriert.

Und schon wieder muss ein großer Teil der Bevölkerung nach Ankündigung der Königin Merkel bis zum 3. bzw. 4. Quartal 2021 warten, bis sie ein Impfangebot erhalten.

Mit anderen Worten: Deutschland wartet auf Godot.

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